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Am vergangenen Sonntag, trafen sich die ehemaligen Viandener Pfadfinderinnen zu ihrem Konveniat in ihrer Heimatstadt.
Im Hochamt, welches gesanglich und musikalisch, nach Art der Pfadfinder, mit einem Instrumental-und Gesangsensemble umrahmt wurde, ging Dechant René Feltes auf die Wichtigkeit der Pfadfinderbewegung ein, die ihr Gründer, Lord Baden-Powell im Jahre 1907 ins Leben rief und die heute rund 38 Millionen Mitglieder zählt. Dabei stellte er die Werte des Pfadfindertums, eine Lebensphilosophie in den Vordergrund.
Anschliessend versammelten sich die rund 70 Damen aller Altersklassen mit ihren Vorständen im Kulturzentrum Larei, wo die Gemeindeverwaltung zum Empfang einlud.
Es oblag der Vorsitzenden Maryse Bourkel-Nosbusch das typische Pfandfinderlied: ‘Héich de Bockel voll Gepäck’ einzustimmen, womit es an der guten Stimmung nicht mehr fehlte.
In humorvoller Weise zeichnete sie einen Rückblick der Vereinsgeschichte, auf eine CD von Felix Bassing zusammengestellt, wobei sie stolz darauf hinwies, dass sämtliche Damen des Viandener Gemeinderates der Viandener ‘Guiden’-Gruppe angehörten.
Pfadfindertum hält nicht nur jung – sogar dann, wenn man seit Jahrzehnten keine aktive Pfadfinderin mehr ist. Es macht die Mitglieder zu engagierten und verantwortungsbewussten Bürgern.
Es war Louis Bassing, Jean-Paul Hoffmann und Martin Bettendorff zu verdanken, dass, 1965, nach Auflösung der ‘Jungmeedercher’ der Verein ‘Guides Ste Yolande’ in Vianden neubelebt wurde.
Bürgermeisterin Gaby Frantzen-Heger wurde mit 16 Jahren eine der ersten Chef-Guide in Vianden.
In ihrer Ansprache erinnerte sie sich an das Pfadfindergesetz und Pfadfinderversprechen sowie an die vier Säulen der Pfadfinderarbeit: die frühzeitige Übernahme von Verantwortung, die Erziehung zur Selbständigkeit, die Entwicklung des Charakters sowie die gemeinsamen Aktivitäten – vom Spiel über den Erwerb von Fertigkeiten bis zum Dienst im Gemeinwesen.
“Vielleicht war ich von dem neuen Verein so angetan, weil sich konservative Gesellschaftskreise schwer taten mit der Tatsache, dass sich Mädchen und junge Frauen Freizeittätigkeiten hingaben, die rein gar nichts mit ihrer traditionellen Rolle – Kinder, Küche – zu tun hatten.” überlegte die Bürgermeisterin.
Zelten und das Leben in der freien Natur war das, was die ‘Guiden’ am meisten faszinierte. Sich diesen Aktivitäten unbeaufsichtigt von Eltern widmen zu können, war einfach herrlich.
Nach der Devise von Baden-Powell: “La bonne humeur est aussi contagieuse que la rougeole” wurde in einem stimmungsvollen Ambiente zu Mittag gegessen und, um die zugenommenen Kalorien zu reduzieren, das Tanzbein während mehreren Stunden geschwungen.
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